Oktober 29

Vorratshaltung

Da wir beschlossen haben mehr Wert auf die Regionalität und die Saisonalität von Lebensmitteln zu achten, wurde für uns auch das Thema Vorratshaltung und Haltbarmachung interessant. Daher haben wir verschiedene Techniken und Rezepte ausprobiert, Dinge die uns schmecken entsprechend zu verarbeiten.

Einkochen

Angefangen hat es mit Marmelade bzw. Konfitüre. Doch ich wollte auch Apfelmus, anderes Obstkompott und Brühe bzw. Fonds abfüllen.

Dies kochen wir in Schraubgläsern im Backofen ein. Dazu braucht man kein zusätzliches Equipment. Das fertige, noch warme oder heiße Produkt wird in saubere Gläser gefüllt. Diese werden zugeschraubt und in eine Fettpfanne oder eine Auflaufform gestellt. Diese wird mit 2-3 cm Wasser gefüllt. Die Gläser dürfen sich gegenseitig und die Wand des Backofens NICHT berühren. Das ganze wird nun im vorgeheizten Backofen bei 100° C ca. 30-40 Minuten sterilisiert. Danach können die Gläser vorsichtig entnommen werden und zum Abkühlen beiseite gestellt werden. Während des Abkühlens entsteht ein Unterdruck und die Deckel ploppen nach innen.

Ich beschrifte die Gläser dann mit ausgedruckten Etiketten, die ich mit „Prittstift“ aufklebe. Dies lässt sich einfach rückstandslos wieder entfernen. In der Regel hält sich so eingekochtes ca. ein Jahr. Hab ich gelesen. Wir essen es vorher schon auf.

 

Trocknen oder Dörren

Eine weitere Technik des Haltbarmachens ist das Trocknen. Ich habe letztes Jahr bereits versucht Apfelringe zu trocknen. Dazu habe ich das Kerngehäuseausgestochen, die Äpfel in Scheiben geschnitten, mit Puderzucker und Zimt bestreut und auf Holzstangen im Backofen bei 100°C getrocknet. Dazu muss der Ofen immer wieder geöffnet werden, um die Feuchtigkeit entweichen zu lassen. Auch nach 8 Stunden waren die Scheiben allenfalls kätschig, ein paar Wenige knusprig. Ich habe Sie in ein Einmachglas gefüllt und Sie haben ca. ein Jahr gehalten. Geschmacklich waren sie gut und wir haben sie pur gegessen und verbacken.

Nun habe ich ein Dörrgerät bekommen. Hier werden Gitter über einem Heißluftgebläse gestapelt. Das Gerät lässt sich einfach bedienen. Die Feuchtigkeit entweicht konstant und der Backofen wird nicht stundenlang belegt. Ich kann mehr Dörrgut auf einmal bearbeiten und der Energieverbrauch ist niedriger.  Wir haben natürlich als erstes Apfelringe gemacht, um einen Vergleich zu haben. Die Ringe sind viel trockener und dadurch knuspriger geworden bei gleicher Dörrzeit. Wir sind zufrieden. Nun folgen weitere Dörrexperimente

 

Einfrieren

Einfrieren geht immer. Doch das Problem dabei ist, dass Gefriergut nach langer Lagerzeit leidet. Auch wenn Plastiktütenhersteller behaupten, mit Ihrer Ware gebe es keinen Gefrierbrand, ist gefrorenes nicht unbegrenzt haltbar. Unser Problem mit dem Gefrierschrank in unserem Keller ist jedoch ein logistisches. Haben wir noch Erbsen? Keine Ahnung! Ab in den Keller, Gefrierschrank auf und suchen. Nein! Unsere Lösung ist ein digitales Inhaltsverzeichnis. Solange wir uns keinen smarten Gefrierschrank leisten können, der seinen Inhalt selber verwaltet, behelfen wir uns mit unserer Einkaufszettel-App. Jeder von uns hat Zugriff auf die digitalen Einkaufszettel und so haben wir kurzer Hand einen zum „Inhaltsverzeichnis TK“ erklärt. Jetzt haben wir den Überblick ohne Energie zu verschwenden.


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Veröffentlicht29. Oktober 2016 von Jessica in Kategorie "Vorratsschrank

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